Zusammenfassung:
This paper provides novel empirical evidence on how political fragmentation shapes the fiscal transmission mechanism. Using data from 16 OECD countries (1978-2019) and narrative accounts to identify exogenous fiscal interventions, we show that when political fragmentation is high, the fiscal GDP multiplier is significantly lower. The multiplier is above unity and relatively stable over time when fragmentation is low, but generally well below unity when fragmentation is high. We show that interventions are comparable across states and argue that a conditional confidence channel helps explain our findings: only in low-fragmentation periods do fiscal interventions boost household and business confidence, translating into stronger consumption and investment responses.
Zusammenfassung (übersetzt):
Dieses Papier liefert neue empirische Evidenz darüber, wie politische Fragmentierung den Wirkungsmechanismus der Fiskalpolitik beeinflusst. Anhand von Daten aus 16 OECD-Ländern (1978-2019) und narrativen Quellen zur Identifikation exogener fiskalischer Interventionen zeigen wir, dass der fiskalische BIP-Multiplikator bei hoher Fragmentierung signifikant niedriger ist. Bei geringer Fragmentierung liegt er über eins und bleibt über die Zeit relativ stabil, während er bei hoher Fragmentierung in der Regel deutlich unter eins liegt. Es gibt keinen systematischen Unterschied in den fiskalischen Interventionen zwischen Phasen hoher und geringer Fragmentierung. Wir argumentieren, dass ein bedingter Zuversichtskanal unsere Ergebnisse erklärt: Nur in Phasen geringer Fragmentierung stärken fiskalische Interventionen die Konsumenten- und Unternehmenszuversicht, was sich in stärkeren Konsum- und Investitionsreaktionen niederschlägt.