Bitte verwenden Sie diesen Link, um diese Publikation zu zitieren, oder auf sie als Internetquelle zu verweisen: https://hdl.handle.net/10419/344102 
Erscheinungsjahr: 
2026
Schriftenreihe/Nr.: 
Diskussionspapiere No. 135
Verlag: 
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik, Nürnberg
Zusammenfassung: 
Employers in Germany argue that collective agreements restrict their flexibility concerning working hours. Using data from the IAB Establishment Panel for the years 2008 to 2024, we investigate working-time adjustments after exit from collective bargaining. We find that exit is associated with only a modest increase in weekly working hours of around 0.3 to 0.6 per cent using fixed-effects and event-study models, corresponding to eight to thirteen additional minutes per week. This adjustment occurs shortly after leaving collective bargaining coverage. We further find no evidence that other margins of working-time adjustment, such as Saturday or Sunday work, are used more extensively after exit. In contrast to previous survey evidence, our findings call into question that working-hours constraints are one of the main drivers of exit from collective bargaining coverage.
Zusammenfassung (übersetzt): 
Arbeitgeber in Deutschland argumentieren häufig, dass tarifvertragliche Regelungen ihre Flexibilität bei der Festlegung der Arbeitszeitdauer einschränken. Auf Grundlage des IAB-Betriebspanels 2008-2024 untersuchen wir, wie Betriebe ihre Arbeitszeit nach dem Austritt aus der Tarifbindung anpassen. Fixed-Effectsund Event-Study-Schätzungen zeigen lediglich einen moderaten Anstieg der vereinbarten Wochenarbeitszeit um 0,3 bis 0,6 Prozent. Dies entspricht einer Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit um etwa acht bis dreizehn Minuten. Bemerkenswert ist, dass die Anpassung trotz der Nachwirkung tarifvertraglicher Regelungen überwiegend kurz nach dem Austritt erfolgt. Für andere Anpassungen, etwa Samstags- oder Sonntagsarbeit, finden wir keine Hinweise. Damit stellen unsere Ergebnisse bisherige Befunde aus Unternehmensbefragungen infrage, wonach tarifvertragliche Arbeitszeitregelungen zu den Hauptgründen für einen Austritt aus der Tarifbindung zählen.
Schlagwörter: 
Collective bargaining
Working hours
Exit from collective bargaining
JEL: 
J22
J51
J53
J81
Dokumentart: 
Working Paper

Datei(en):
Datei
Größe
2.76 MB





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