Zusammenfassung:
Die Ausbildungsbeteiligung der Betriebe ist zuletzt leicht gesunken: 55 Prozent der ausbildungsberechtigten Betriebe bildeten 2025 aus; besonders zurückhaltend waren Betriebe mit ungünstigen oder unsicheren Geschäftserwartungen. Der Anteil unbesetzter Ausbildungsplätze ging 2025 auf 30 Prozent zurück. Er ist damit geringer als in den beiden Vorjahren, liegt aber im längerfristigen Vergleich weiterhin auf hohem Niveau. Angesichts einer hohen Zahl an unversorgten Jugendlichen weist dies auf weiterhin bestehende Passungsprobleme hin. Die Übernahmequote sank 2025 - nach ihrem Rekordhoch von 79 Prozent im Jahr 2024 - auf 75 Prozent. Betriebe mit steigenden Geschäftserwartungen übernahmen deutlich häufiger Ausbildungsabsolventinnen und -absolventen als Betriebe mit sinkenden Geschäftserwartungen. Für das Ausbildungsjahr 2025/2026 planten weniger Betriebe neue Ausbildungsverträge als im Vorjahr. Dies deutet darauf hin, dass die anhaltende wirtschaftliche Schwäche auch das künftige Ausbildungsplatzangebot belastet. Der Ausbildungsmarkt bleibt angespannt. Nachdem die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den letzten beiden Jahren abgenommen hat, ist für 2026 ein weiterer Rückgang zu befürchten.