Bitte verwenden Sie diesen Link, um diese Publikation zu zitieren, oder auf sie als Internetquelle zu verweisen: https://hdl.handle.net/10419/335089 
Erscheinungsjahr: 
2025
Quellenangabe: 
[Journal:] HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik [ISSN:] 2198-2775 [Volume:] 62 [Issue:] 6 [Publisher:] Springer Fachmedien Wiesbaden [Place:] Wiesbaden [Year:] 2025 [Pages:] 1273-1297
Verlag: 
Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden
Zusammenfassung: 
Der Beitrag untersucht die wachsende Bedeutung der digitalen Inklusion als Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in einer zunehmend digitalisierten Welt. Anhand der Metapher der „digitalen Bordsteinabsenkung“ – inspiriert von den abgesenkten physischen Bordsteinkanten, die die Barrierefreiheit im städtischen Raum ermöglichen – wird die Frage gestellt, wie Unternehmen dazu beitragen können, auch unsichtbare Barrieren zu beseitigen, die eine gleichberechtigte Teilhabe im digitalen Bereich verhindern. Digitale Barrieren wie unzugängliche Websites, komplexe Anwendungen oder begrenzte digitale Kompetenz schließen nach wie vor viele Gruppen aus, insbesondere Menschen mit Behinderungen, ältere Erwachsene und Menschen aus sozial benachteiligten Verhältnissen. Trotz gesetzlicher Rahmenbedingungen wie dem deutschen Barrierefreiheitsförderungsgesetz (BFSG) bleibt die Umsetzung fragmentiert und häufig uninspiriert. Der Beitrag argumentiert, dass Unternehmen eine Schlüsselrolle bei der Förderung der digitalen Inklusion spielen – nicht allein vor dem Hintergrund einer rechtlichen oder ethischen Verantwortung, sondern insbesondere auch als Quelle für Innovation und Wettbewerbsvorteile. Inklusives Design kann, wenn es strategisch verankert wird, Innovationen fördern, neue Märkte erschließen und messbare soziale Auswirkungen erzielen. Digitale Inklusion sollte daher nachhaltige und regenerative Wirtschafts- und Geschäftsmodelle ergänzen, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Verantwortung miteinander verbinden. Um dies zu erreichen, sind Kopf (Wissen und Reflexion), Herz (Empathie und Denkweise) und Hand (praktisches Handeln) vonnöten. Es handelt sich nicht allein um eine technische Aufgabe, sondern um eine Zukunftsfähigkeit, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsam gestalten müssen, um digitale Teilhabe für alle zu ermöglichen.
Zusammenfassung (übersetzt): 
The article examines the growing importance of digital inclusion as a prerequisite for participation in social life in an increasingly digitized world. Using the metaphor of the “digital curb-cut”—inspired by the physical curb-cuts that enable accessibility in urban spaces—it asks how companies can help remove invisible barriers that prevent equal participation in the digital sphere. Digital barriers such as inaccessible websites, complex applications, or limited digital literacy continue to exclude many groups, especially people with disabilities, older adults, and people from socially disadvantaged backgrounds. Despite legal frameworks such as the German Accessibility Promotion Act (BFSG), implementation remains fragmented and often uninspired. The article argues that companies play a key role in promoting digital inclusion—not only in terms of legal or ethical responsibility, but also as a source of innovation and competitive advantage. When strategically anchored, inclusive design can promote innovation, open up new markets, and achieve measurable social impact. Digital inclusion should therefore complement sustainable and regenerative economic and business models that combine economic, social, and environmental responsibility. Achieving this requires the head (knowledge and reflection), the heart (empathy and mindset), and the hand (practical action). This is not just a technical task, but a future-proofing effort that business, politics, and society must shape together to enable digital participation for all.
Schlagwörter: 
Digitale Inklusion
Barrierefreiheit
Teilhabe
Soziale Verantwortung
Nachhaltigkeit
Innovation
Kopf-Herz-Hand
Zukunftskunst
Digital Inclusion
Accessibility
Participation
Social Responsibility
Head-Heart-Hand
Persistent Identifier der Erstveröffentlichung: 
Creative-Commons-Lizenz: 
cc-by Logo
Dokumentart: 
Article
Dokumentversion: 
Published Version

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