Zusammenfassung:
1. Neue Erhebung und Vergleichsmöglichkeiten: Durch die Fortsetzung der Dunkelfeldstudie im Jahr 2025 ist es möglich, die aktuelle Entwicklung im Dunkelfeld zu betrachten und drei 7. Jahrgänge zu vergleichen (2013, 2024, 2025). Zudem lässt sich durch die erneute Befragung des 7. Jahrgangs 2024 in der 8. Jahrgangsstufe betrachten, wie sich diese Jugendlichen im letzten Jahr entwickelt haben. 2. Leichter Rückgang der Prävalenz von Eigentums- und Gewaltdelikten: Im Vergleich zum 7. Jahrgang 2024 zeigt sich im 7. Jahrgang 2025 ein leichter Rückgang. Dennoch liegen die Prävalenzen - insbesondere bei Gewaltdelikten - weiterhin deutlich über dem Niveau von 2013. Die stärksten Rückgänge betreffen Ladendiebstahl und Hehlerei. Auch im Längsschnitt (Übergang in die 8. Jahrgangsstufe) zeigt sich ein gewisser Rückgang. 3. Mehrfachtäterschaft: Es gibt Hinweise auf einen geringeren Anteil unter Mädchen, insbesondere im Übergang von der 7. in die 8. Jahrgangsstufe. Diese Trends können jedoch nur unsicher geschätzt werden und sind daher weiter zu beobachten. 4. Weitgehende Konstanz von Impulsivität und moralischen Einstellungen: Impulsivität/Selbstkontrolle sowie die moralische Akzeptanz von Regelverstößen sind im 7. Jahrgang 2025 sehr ähnlich verteilt wie im 7. Jahrgang 2024. Im Übergang zur 8. Jahrgangsstufe zeigt sich ein leichter Anstieg der Selbstkontrolle bei gleichzeitig etwas geringerer Verurteilung von Regelverstößen. Der Niveauunterschied im 10-JahresVergleich bleibt bestehen. 5. Weitgehende Konstanz der wahrgenommenen Abschreckung: Das subjektiv wahrgenommene Entdeckungsrisiko bleibt im 7. Jahrgang 2025 niedrig und sinkt im Übergang zur 8. Jahrgangsstufe weiter leicht. Die wahrgenommene Schwere möglicher Konsequenzen bleibt insgesamt weitgehend konstant. 6. Elterngewalt weiterhin hoch: Auch 2025 berichten deutlich mehr Jugendliche als 2013 von körperlicher Gewalt durch ihre Eltern. Zwar ist die leichtere Form leicht rückläufig, bleibt aber über dem Niveau von 2013. Schwere Elterngewalt bleibt unverändert hoch. Auch im Übergang zur 8. Jahrgangsstufe berichtet etwa jeder Fünfte von entsprechenden Erfahrungen. 7. Psychische Belastungen weiterhin hoch: Wie bereits 2024 fühlt sich auch 2025 im neuen 7. Jahrgang sowie im Übergang zur 8. Jahrgangsstufe rund jeder fünfte Jugendliche stark psychisch belastet (positives Screening auf Angst oder Depression)