Abstract:
Infolge der aktuellen Bürokratiebelastung sehen acht von zehn Unternehmerinnen und Unternehmern einer Befragung des IfM Bonn zufolge ihre Freude an der unternehmerischen Tätigkeit schwinden. Gleichwohl sind viele unzufriedene Unternehmerinnen und Unternehmer bereit, ihre tägliche Erfahrung mit bürokratischen Vorgaben und Behörden in den Beratungsprozess zur Gesetzgebung einzubringen. Annette Icks und Jonas Löher werten es daher als einen Schritt in die richtige Richtung, dass die frühere Bundesregierung in der vergangenen Legislaturperiode erste Praxis-Checks angestoßen hat, um mit Hilfe des Erfahrungswissens sowohl von Unternehmerinnen und Unternehmern als auch von Behörden bestehende Gesetze zu verbessern. Darüber hinaus bedarf es aber noch viel umfassenderer Anstrengungen der Legislative, um Bürokratielasten zu mindern oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Das erfordert mehr Sensibilität dafür, mit welchem bürokratischen Aufwand in den Unternehmen konkrete Regulierungen verbunden sind. Es lohnt ein Blick über die Landesgrenzen: die Niederlande und das Vereinigte Königreich nutzen seit einiger Zeit erfolgreich neue Ansätze.