Please use this identifier to cite or link to this item: https://hdl.handle.net/10419/342583 
Authors: 
Year of Publication: 
2026
Series/Report no.: 
Altersübergangs-Report No. 2026-03
Publisher: 
Universität Duisburg-Essen, Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Duisburg
Abstract: 
Angesichts steigender Altersgrenzen in der Rentenversicherung wird die Erwerbsminderungsrente zunehmend von Personen in der späten Erwerbsphase beansprucht. Die vorliegende Analyse geht der Frage nach, ob die Erwerbsminderungsrente alle Personen auffängt, die aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten können. Hierfür werden die Selbsteinschätzungen von Beschäftigten und Rentnerinnen und Rentnern über ihre Gesundheit für die Jahre 2010 und 2023 miteinander vergleichen. Die gesundheitliche Selbsteinschätzung gilt als valides Maß für den objektiven Gesundheitszustand, der für die Erwerbsminderungsrente maßgeblich ist. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Teil der heute älteren Beschäftigten unter früheren Bedingungen gesundheitsbedingt in Frührente gewechselt wäre. Dies gilt noch stärker bei Personen, die geringfügig beschäftigt, arbeitslos oder ohne Rentenbezug nicht erwerbstätig sind. Die Erwerbsminderungsrente erfasst aktuell also nicht alle Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Hiervon sind besonders Geringqualifizierte betroffen. Vor diesem Hintergrund sind weiterhin deutlich verstärkte Präventionsbemühungen in der Arbeitswelt erforderlich. Unumgänglich ist aber ein erleichterter Zugang in eine Form der gesundheitsbedingten Frühverrentung.
Persistent Identifier of the first edition: 
Document Type: 
Research Report

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