Bitte verwenden Sie diesen Link, um diese Publikation zu zitieren, oder auf sie als Internetquelle zu verweisen: https://hdl.handle.net/10419/341823 
Erscheinungsjahr: 
2026
Quellenangabe: 
[Journal:] KZfSS Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie [ISSN:] 1861-891X [Volume:] 78 [Issue:] 2 [Publisher:] Springer Fachmedien Wiesbaden [Place:] Wiesbaden [Year:] 2026 [Pages:] 413-429
Verlag: 
Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden
Zusammenfassung: 
This study investigates regional differences in pay fairness perceptions among employees in eastern and western Germany from 2009 to 2023. Using longitudinal data from the Socio-Economic Panel study, the analysis reveals substantial initial disparities: Employees in eastern Germany perceive their gross earnings as more unfair than employees in western Germany do. Over time, however, these regional differences diminish. Analyses stratified by wage deciles show that this convergence in pay fairness is primarily driven by a decrease in unfairness perceptions among low-wage employees in eastern Germany. This development, in turn, is driven by a narrowing East–West gap in actual earnings among low-wage employees. The finding of converging pay fairness perceptions in eastern and western Germany remains robust after adjusting for individual differences (gender, age, education, labor market experience, immigration background) and structural factors (economic area, public sector, organizational size), underscoring that there has been a true convergence of perceptions over time. While this development is cause for optimism, the overall convergence is driven not solely by employees in eastern Germany improving in terms of pay fairness but also by employees in western Germany showing an overall increase in perceived unfairness. @Diese Studie untersucht regionale Unterschiede in der Wahrnehmung der Lohngerechtigkeit unter Beschäftigten in Ost- und Westdeutschland im Zeitraum von 2009 bis 2023. Anhand von Längsschnittdaten des Sozio-oekonomischen Panels zeigt die Analyse zunächst erhebliche Unterschiede: Beschäftigte in Ostdeutschland empfinden ihre Bruttoeinkommen als ungerechter als jene in Westdeutschland. Im Laufe der Zeit verringern sich diese regionalen Unterschiede jedoch. Nach Lohndezilen aufgeschlüsselte Analysen zeigen, dass diese Annäherung in der Wahrnehmung der Lohngerechtigkeit in erster Linie auf einen Rückgang der Wahrnehmung von Ungerechtigkeit bei Niedriglohnbeschäftigten in Ostdeutschland zurückzuführen ist. Diese Entwicklung wiederum wird durch ein sich verringerndes Ost-West-Gefälle in den tatsächlichen Verdiensten der Niedriglohnbeschäftigten angetrieben. Die beobachtete Angleichung zwischen Ost- und Westdeutschland in der Wahrnehmung der Lohngerechtigkeit bleibt auch nach Kontrolle individueller (Geschlecht, Alter, Bildung, Berufserfahrung, Migrationshintergrund) und struktureller Faktoren (Wirtschaftsraum, öffentlicher Sektor, Unternehmensgröße) bestehen. Dies unterstreicht eine echte Konvergenz der Wahrnehmungen im Laufe der Zeit. Zwar gibt diese Entwicklung grundsätzlich Anlass zu Optimismus, jedoch wird die Annäherung nicht allein durch eine Verbesserung der Lohngerechtigkeit in Ostdeutschland getrieben, sondern auch durch eine Zunahme an wahrgenommener Ungerechtigkeit unter Beschäftigten in Westdeutschland.
Schlagwörter: 
Justice of gross earnings
Regional differences
Time series
SOEP
Lohngerechtigkeit
Regionale Unterschiede
Zeitreihe
Persistent Identifier der Erstveröffentlichung: 
Creative-Commons-Lizenz: 
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Dokumentart: 
Article
Dokumentversion: 
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