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https://hdl.handle.net/10419/340906 Authors:
Editors:
Year of Publication:
2025
Publisher:
Bertelsmann Stiftung, Gütersloh
Abstract:
Der deutsche Arbeitsmarkt ist durch einen sich verschärfenden Fachkräftemangel gekennzeichnet. Vor diesem Hintergrund zielt die vorliegende Studie darauf ab, die Bestimmungsfaktoren beruflicher Wechsel in Engpassberufe hinein (Zugänge) und aus diesen Berufen heraus (Abgänge) zu untersuchen. Faktoren, die Zuflüsse erhöhen oder Abflüsse verringern, können den Fachkräftemangel reduzieren. Die Untersuchung erstreckt sich sowohl auf den gesamten deutschen Arbeitsmarkt als auch im Besonderen auf drei Fokusbereiche, die vom Fachkräftemangel besonders stark betroffen sind und die überdies für die Wirtschaft und Gesellschaft Deutschlands eine wichtige Rolle spielen. Bei den besagten Bereichen handelt es sich um das Handwerk, die Informations- und Kommunikationstechnologien („IKT“) und den Gesundheits- und Pflegebereich. Die der Untersuchung zugrunde liegenden Daten entstammen der Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit zur Identifikation von Engpassbereichen, administrative Daten zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und weiteren Quellen zu beruflichen Merkmalen wie Lohn oder Arbeitszufriedenheit. Die Ergebnisse der Analyse deuten darauf hin, dass Wechsel in Engpassbereiche hinein und aus diesen heraus keinen Beitrag zur Milderung des Fachkräftemangels leisten. Im Gegenteil: Wechsel aus Engpassbereichen heraus sind im Analysezeitraum häufiger zu beobachten als solche in der umgekehrten Richtung. Zudem zeigt sich, dass das Beschäftigungspotenzial bestimmter Gruppen, insbesondere von Frauen und älteren Personen, nur unzureichend genutzt wird. Die Studie hat wichtige Faktoren identifiziert, die mit einem häufigeren Verbleib in Engpassbereichen und mit Wechseln in Engpassbereiche hinein sowie aus diesen heraus zusammenhängen. So wirken sich höhere Löhne, eine größere Arbeitszufriedenheit und geringere Sorgen um den Arbeitsplatz grundsätzlich positiv auf die Attraktivität eines Berufs aus, sodass sich dadurch beispielsweise die Wahrscheinlichkeit des Verbleibs in einem Engpassbereich erhöht. Allerdings gelingt es zurzeit offenbar nicht, die besagten Faktoren so zu gestalten, dass Engpassbereiche im Vergleich mit Nicht-Engpassbereichen deutlich attraktiver werden. Dementsprechend besteht hier Potenzial, den Fachkräftemangel durch eine Verbesserung der Rahmenbedingungen zu reduzieren. Weiteres entsprechendes Potenzial zeigt sich bei den Möglichkeiten zum beruflichen Aufstieg innerhalb der Engpassbereiche. Die Untersuchung der oben genannten Fokusbereiche hat ergeben, dass dort das Arbeitskräftepotenzial bestimmter Gruppen unterschiedlich genutzt wird. Auffällig sind insbesondere die geringen Frauenanteile im Handwerk und in den IKT-Berufen. Zudem bestehen in den Fokusbereiche unterschiedlich stark ausgeprägte Aufstiegsmöglichkeiten, was insbesondere in einer vergleichsweise starken Attraktivität der IKT-Berufe zum Ausdruck kommt. Gleiches gilt für das Lohnniveau, das in den IKT-Berufen deutlich höher liegt als im Handwerk sowie im Gesundheits- und Pflegebereich.
Persistent Identifier of the first edition:
Document Type:
Book
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