Please use this identifier to cite or link to this item: https://hdl.handle.net/10419/340817 
Authors: 
Year of Publication: 
2025
Citation: 
[Journal:] Perspektiven der Wirtschaftspolitik [ISSN:] 1468-2516 [Volume:] 26 [Issue:] 4 [Year:] 2025 [Pages:] 441-451
Publisher: 
De Gruyter, Berlin
Abstract: 
Arbeitskämpfe verursachen negative externe Effekte. Daher stellt sich die Frage, ob und inwieweit sich diese durch Schlichtungen vermeiden ließen. Hierzu legt Hagen Lesch in diesem Beitrag eine quantitative und qualitative Untersuchung vor. Aus der Analyse von 408 Tarifkonflikten in 30 Tarifbereichen mit 55 Schlichtungen in den Jahren 2000 bis 2025 geht hervor, dass fast drei Viertel aller Schlichtungen erfolgreich waren. Das setzt allerdings die Wahl eines optimalen Zeitpunkts voraus, der vor, aber auch nach einem Arbeitskampf liegen kann. Dies bestätigen auch zehn leitfadengestützte Interviews mit Schlichtern. Die Befragten sind sich weitgehend einig, dass Schlichtern besonderes Vertrauen entgegengebracht wird und dass sie Prestigeverluste auffangen können, was zur Befriedung beiträgt. Aus den empirischen Befunden lässt sich folgern, dass tarifliche Schlichtungen Arbeitskämpfe vermeiden können - aber nicht zwangsläufig. Es fragt sich, ob in Branchen, die bisher keine Schlichtungsvereinbarungen getroffen haben, eine Nutzung dieses Instruments helfen könnte, Eskalationen in Tarifverhandlungen zu reduzieren.
Subjects: 
Kollektives Arbeitsrecht
Tarifverhandlung
Schlichtung
Konfliktlösung
JEL: 
K31
J50
J52
Persistent Identifier of the first edition: 
Creative Commons License: 
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Document Type: 
Article

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