Please use this identifier to cite or link to this item: https://hdl.handle.net/10419/343467 
Authors: 
Year of Publication: 
2026
Series/Report no.: 
IAB-Discussion Paper No. 05/2026
Publisher: 
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg
Abstract: 
Dual vocational education and training (VET) plays a central role in the school-to-work transition in Germany, yet a substantial share of training contracts is terminated prematurely. Estimating the causal effects of such disruptions is challenging due to endogenous selection into dropout. This study exploits training firm closures as unexpected shocks that displace apprentices during VET. Using administrative data on the universe of German apprentices between 2008 and 2022, a matched event study design estimates the impact of displacement on employment outcomes over the subsequent eight years. The results show that displacement during VET leads to small but persistent earnings losses. Relative to non-displaced apprentices, earnings from regular employment fall by up to 780e per year (about 4.5 percent) four years after displacement and by roughly 2 percent in later years. These losses are modest compared to displacement from regular employment, consistent with strong institutional support that helps affected apprentices to continue with a new training firm and complete VET. However, apprentices without a school degree experience substantially larger and increasing earnings losses. A decomposition analysis indicates that the overall earnings losses are largely driven by substantial penalties among apprentices who drop out after displacement. In contrast, those who complete VET experience only small earnings losses, and displacement increases the risk of dropout only marginally. Overall, the findings highlight the protective role of institutional arrangements in the German VET system, while also showing that not all apprentices access or benefit from these supports equally.
Abstract (Translated): 
Die duale Berufsausbildung spielt eine zentrale Rolle beim Übergang von der Schule in den Arbeitsmarkt in Deutschland. Dennoch wird ein erheblicher Anteil der Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst. Die Schätzung der kausalen Effekte solcher Ausbildungsabbrüche ist schwierig, da die Entscheidung zum Abbruch endogen ist. Diese Studie nutzt Betriebsschließungen von Ausbildungsbetrieben als unerwartete Schocks, die Auszubildende während ihrer Ausbildung verdrängen. Auf Basis administrativer Daten aller Auszubildenden in Deutschland zwischen 2008 und 2022 wird mithilfe eine Ereignisstudie mit einer gematchten Kontrollgruppe der Einfluss des Verlusts des Ausbildungsplatzes auf Beschäftigungs- und Einkommensverläufe über die folgenden acht Jahre untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass der Verlust des Ausbildungsplatzes zu kleinen, aber anhaltenden Einkommensverlusten führt. Im Vergleich zu nicht betroffenen Auszubildenden sinken die Einkommen aus regulärer Beschäftigung vier Jahre später um bis zu 780 Euro pro Jahr (etwa 4,5 Prozent) und liegen auch in den Folgejahren noch rund 2 Prozent niedriger. Diese Verluste fallen im Vergleich zu Verlusten einer regulären Beschäftigung moderat aus. Dies steht im Einklang mit der starken institutionellen Unterstützung im deutschen Berufsbildungssystem, die betroffenen Auszubildenden hilft, ihre Ausbildung in einem neuen Betrieb fortzusetzen und erfolgreich abzuschließen. Allerdings verzeichnen Auszubildende ohne Schulabschluss deutlich größere und im Zeitverlauf zunehmende Einkommensverluste. Eine Dekompositionsanalyse zeigt, dass die gesamten Einkommensverluste zu einem großen Teil von denjenigen Auszubildenden verursacht werden, die ihre Ausbildung im Anschluss abbrechen. Demgegenüber erfahren Personen, die ihre Ausbildung abschließen, nur geringe Einkommenseinbußen, und der Verlust des Ausbildungsplatzes erhöht das Risiko eines Ausbildungsabbruchs nur geringfügig. Insgesamt zeigen die Ergebnisse die wichtige unterstützende Rolle verschiedener Institutionen im dualen Berufsbildungssystem, der zuständigen Kammern und der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit. Zugleich wird deutlich, dass nicht alle Auszubildenden gleichermaßen Zugang zu diesen Unterstützungsmechanismen haben oder in gleichem Maße von ihnen profitieren.
Subjects: 
Displacement
Firm Closure
Vocational Training
JEL: 
J24
J63
M53
Persistent Identifier of the first edition: 
Creative Commons License: 
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Document Type: 
Working Paper

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