Please use this identifier to cite or link to this item: https://hdl.handle.net/10419/343281 
Authors: 
Year of Publication: 
2026
Citation: 
[Journal:] ifo Dresden berichtet [ISSN:] 0945-5922 [Volume:] 33 [Issue:] 4 [Year:] 2026 [Pages:] 19-24
Publisher: 
ifo Institut für Wirtschaftsforschung, Niederlassung Dresden, Dresden
Abstract: 
Die Debatte um eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes in Berlin ist ein räumlicher Zielkonflikt zwischen lokalem Freiraum und stadtweitem Wohnraumpotenzial. Der Beitrag untersucht, wie sich dieser Konflikt in Abstimmungsverhalten und Wohnungsmarkt niederschlägt. Grundlage sind kleinräumige Abstimmungs-, Miet- und Zensusdaten auf Ebene der Wahlbezirke. Die Ergebnisse zeigen, dass feldnahe Angebotsmieten nach der Öffnung des Areals stärker stiegen als in Vergleichsgebieten und dass die Unterstützung für den vollständigen Erhalt des Tempelhofer Feldes räumlich deutlich konzentriert war. Dieses Muster bleibt auch nach Berücksichtigung beobachtbarer sozialräumlicher Unterschiede sichtbar. Die Befunde sprechen dafür, dass die aktuelle Debatte nicht allein als Frage stadtweiten Wohnraumpotenzials verstanden werden sollte. Sie berührt auch die Frage, wie lokal konzentrierte Freiraumpräferenzen und eine frühere direktdemokratische Entscheidung unter veränderten wohnungspolitischen Bedingungen neu zu gewichten sind.
Document Type: 
Article

Files in This Item:
File
Size





Items in EconStor are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated.