Please use this identifier to cite or link to this item: https://hdl.handle.net/10419/342532 
Year of Publication: 
2026
Series/Report no.: 
I.VW HSG Schriftenreihe No. 74
Publisher: 
Verlag Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St.Gallen, St.Gallen
Abstract: 
Diese Studie untersucht die Wirksamkeit und Effizienz der Versicherungsregulierung in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit 2014. Aufbauend auf Eling und Kilgus (2014) verbinden wir einen strukturierten Kriterienkatalog zu wirksamer Regulierung mit einer breit angelegten Branchenbefragung. Die Ergebnisse zeigen, dass Umfang und Komplexität der Regulierung weiter zugenommen haben und Herausforderungen zwischen konzeptioneller Ausgestaltung und praktischer Umsetzung bestehen. Das Proportionalitätsprinzip wird in der Praxis unterschiedlich wahrgenommen; insbesondere kleinere und mittelgrosse Unternehmen berichten von höheren administrativen Anforderungen, was auf mögliche Unterschiede in der praktischen Umsetzung hinweist. Während der Swiss Solvency Test stärker prinzipien- und risikoorientiert ausgestaltet ist, folgt Solvency II einem detaillierteren Regelrahmen, was sich in unterschiedlichen Vollzugs- und Kostenmustern widerspiegelt. Auf dieser Grundlage formuliert die Studie drei Empfehlungen zur Weiterentwicklung bestehender Ansätze: (1) eine noch stärker risikobasierte Ausgestaltung des Vollzugs mit abgestufter Prüf- und Nachweistiefe, (2) eine frühzeitige und systematische Einbindung der Marktteilnehmenden sowie Rückmeldungen im Konsultationsprozess und (3) ein kontinuierliches Monitoring von Kosten, Prozessen und Wirkungen. Die Studie bietet damit neue empirische Evidenz zu Zielerreichung, Proportionalität und Vollzug, zeigt Ansatzpunkte für eine weiterhin effiziente Aufsicht, und soll Grundlage eines konstruktiven Stakeholder-Dialog sein. Die Studie richtet sich an Aufsichtsbehörden, Versicherungsunternehmen und den Gesetzgeber gleichermassen - nicht mit dem Anspruch, Antworten zu liefern, sondern mit dem Ziel, einen faktenbasierten und konstruktiven Dialog zu fördern, der Regulierung wirksamer und effizienter macht.
ISBN: 
978-3-7297-2020-6
Document Type: 
Research Report

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