Abstract:
Gesellschaftliche Teilhabe und Zugehörigkeit ergeben sich aus dem Zugang zu Bildung, Wohnraum, Arbeit, Gesundheitsversorgung oder politischer Mitbestimmung. Doch allzu oft stoßen Menschen mit Migrations- oder Fluchtbiografie in ihrem Alltag auf Barrieren, etwa durch bürokratische Hürden, sprachliche Hindernisse, strukturelle Ausschlüsse oder schlicht fehlende Kenntnis über vorhandene Angebote. Verantwortungsträgerinnen und -träger in Kommunen bringen diese Problemstellungen zunehmend selbst vor und verweisen auf einen wachsenden Handlungsdruck. Das Konzept der Stadtbürgerschaft, das im Mittelpunkt der vorliegenden Studie steht, wendet sich jenen Herausforderungen lösungsorientiert zu. Es fokussiert die Fragen: Wer hat Zugang zu welchen Rechten und Ressourcen in der Stadt? Und wie können Kommunen es ermöglichen, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner - unabhängig von Herkunft und Aufenthaltsstatus - an diesen möglichst gleichberechtigt teilhaben können? Anhand ausgewählter (inter-)nationaler Praxisbeispiele zeigt die Studie auf, wie die Idee der Stadtbürgerschaft in Kommunen mit Leben gefüllt und vor Ort neue Zugänge, mehr Teilhabe und Zugehörigkeit entstehen kann.