Abstract:
Im vergangenen Jahrhundert hat sich die Vermögensverteilung in den westlichen Industrieländern deutlich verändert: Die Menschen wurden nicht nur wesentlich wohlhabender, die Vermögensungleichheit nahm auch ab. In seinem Essay analysiert der schwedische Ökonom Prof. Daniel Waldenström die Entwicklung von Vermögen über einen Zeitraum von 130 Jahren und zeigt auf Basis neuer Forschungsergebnisse, wie diese "stille Vermögensrevolution" zustande kam, welche Rolle insbesondere Wohneigentum und Altersvorsorge dabei spielten und weshalb eine langfristige Perspektive verbreitete Annahmen über eine stetig zunehmende Vermögensungleichheit in Frage stellt.