Please use this identifier to cite or link to this item: https://hdl.handle.net/10419/337488 
Year of Publication: 
2026
Series/Report no.: 
IW-Policy Paper No. 2/2026
Publisher: 
Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Köln
Abstract: 
Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen (NRW) erarbeitet aktuell eine Kreislaufwirtschaftsstrategie auf Landesebene, deren Ziel es ist, Ressourceneffizienz, Abfallvermeidung und zirkuläre Wertschöpfung systematisch in die Wirtschafts- und Industriepolitik NRWs zu integrieren und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken. NRW steht dabei vor besonderen Herausforderungen: Die Kunststoff und Chemieindustrie zählt zu den größten in Europa und der Strukturwandel im Rheinischen Revier erfordert neue, ressourcenschonende Wertschöpfungsketten. Unternehmen spielen eine zentrale Rolle: Sie gestalten Produktionsprozesse, Produktdesigns und Geschäftsmodelle. Dieser Bericht liefert einen umfragebasierten Einblick zum Status quo der Kreislaufwirtschaft in nordrhein-westfälischen Unternehmen: Zirkuläre Geschäftsmodelle: In NRW setzen Industrieunternehmen zirkuläre Geschäftsmodelle bislang überwiegend durch graduelle Produkt- und Prozessanpassungen um, während tiefgreifende strategische Neuausrichtungen seltener sind. Zirkuläre Maßnahmen: Unternehmen in NRW setzen zunehmend auf zirkuläre Maßnahmen, um die Kreislaufführung von Rohstoffen und Materialien zu fördern. Der Fokus liegt bislang vor allem auf Rohstoffwiederverwertung und Energieeffizienz. Daten in einer Circular Economy: Der Digitale Produktpass (DPP) wird von verschiedenen produktbezogenen EU-Regulierungen vorgegeben und kann Daten für eine Circular Economy liefern. Allerdings sind viele Unternehmen, vor allem KMU noch nicht ausreichend vorbereitet. Handlungsbedarf und -empfehlungen: In der NRW-Industrie bremsen vor allem fehlendes Know-how, begrenzte finanzielle Mittel und unzureichende Informationen die Einführung digitaler Lösungen für zirkuläre Ansätze. Technische Hürden wie fehlende Datenschnittstellen, nicht nachrüstbare Anlagen und fehlende Komplettlösungen verstärken dies. Besonders groß ist der Bedarf bei Daten und dem DPP: Geringe Bekanntheit, fehlende Standards und mangelnde Umsetzung erfordern einen gezielten Kompetenzaufbau und eine digitale Infrastruktur. Rechtliche und finanzielle Barrieren müssen abgebaut und Investitionen gezielt unterstützt werden, um zirkuläre Geschäftsmodelle breiter zu ermöglichen.
Subjects: 
IW-Panels
IW-Zukunftspanel
Kreislaufwirtschaft
Länder und Regionen
Umwelt
Document Type: 
Working Paper

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